Götterhonig

Die Bienensaison 2016 ist vorüber. Die Bienen sind in den Winter geschickt und der Imker wendet sich seit langem mal wieder anderen Dingen zu. Da gibt es noch einige Bäume zu pflanzen, die Familien-Spieleabende beginnen wieder und vielleicht kann ja doch mal wieder am Haus gebaut werden. Und natürlich muss auch den ganzen Winter über viel Honig abgefüllt werden. Ein fester Bestandteil fast jeden Tages.

Und wie war er nun der Jahrgang 2016? Sehr arbeitsreich. Aber es hat sich gelohnt.
Im Vergleich zu 2015 waren die Bedingungen in diesem Jahr durchweg günstiger. Durch einen recht milden Winter und ergiebigen Regen während der gesamten Saison und gleichzeitig genügend schönen Tagen mit gutem Flugwetter konnte bis in den August hinein Honig geerntet werden. Einzig das kühle Frühjahr sorgte für einige Rückschläge.
Nachdem die Bienenvölker den Winter mit unter 3% Verlusten recht gut überstanden hatten, wurde bereits im März das Futter knapp. Die bis Ende April andauernde kalte Periode und die stark ausgeprägten Eisheiligen Mitte Mai forderten den Bienen und mir alle Geduld ab. Nur durch das Verteilen großer Mengen Honigwaben konnte ein Verhungern vor allem an den höher gelegenen Ständen verhindert werden.
Ab Ende Mai blieben die Bedingungen dann günstig und es konnte noch ausreichend Kirschblütenhonig, Frühlingsblütenhonig und wiederholt auch Bio-Rapshonig geerntet werden.
Auch die anschließende Robinientracht war trotz wiederholter starker Niederschläge zufriedenstellend.
Da es in unserer Gegend wie so oft ab dem Frühsommer für die Bienen kaum noch nennenswerte Trachten gab, wanderte ich einen Großteil der Völker auf große Biobetriebe oder in noch höher gelegene Waldgebiete.
Erneut gelang es im Oberen Vogtland einen in unserer Gegend eher selten rein vorkommenden Waldhonig zu ernten.
Bei einer Wanderung in die Linde entschlossen sich die Bienen lieber in gleichzeitig blühende Götterbaumbestände zu fliegen, sodass ich dieses Jahr erstmals eine kleine Menge Sommerblüte mit Götterbaumhonig anbieten kann.
Ebenfalls neu und von mir schon seit Jahren vergeblich gesucht, ist der diesjährige Buchweizenhonig. An einigen großen Bio-Buchweizenfeldern in Sachsen konnte ich endlich diesen rustikalen und geschmacklich einmaligen Honig ernten.
Leider gab es ab Mitte August bis in den September hinein an vielen Standplätzen noch eine starke Melizitosetracht. Hierbei handelt es sich um einen sehr schnell festwerdenden Honig, der von bestimmten Lauspopulationen stammt und von den Bienen in großer Menge und beinahe selbstzerstörerisch gesammelt wird. Es kostete noch einmal viel Arbeit und Material, um diese Waben aus den Völkern zu entfernen und die Bienenvölker trotz des starken Eingriffes zu einer guten Einwinterungsstärke zu bringen.

Bioland-Imkerei

Ronny Kern
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