Ein Rekordjahr

Seit einigen Wochen ist der Schleuderraum wieder eingewintert und die Honiglager sind gut gefüllt für den Winter.
Obwohl an den Völkern bis Anfang Oktober noch einiges zu tun ist, laden erste kühle und regnerische Tage zum Resümieren ein.
Es war eine lange Saison, denn schon eine ungewöhnlich milde Wetterperiode im Februar ermöglichte manche sonst erst im März üblichen Arbeiten an den Völkern vorzuziehen.
100 Prozent der Völker hatten den Winter überlebt und waren schon jetzt ungewöhnlich stark. Keine Selbstverständlichkeit! Die an allen Ständen gleichmäßig starken Völkern ließen auf eine gute aber arbeitsreiche Saison hoffen.


Bereits Mitte April waren die Völker stark genug, um erste Honigüberschüsse einzulagern. Gegen Ende April hatten die Völker bereits 1-2 Honigräume komplett gefüllt. Diese waren wichtig für die Bienen, um ungewöhnlich lange und intensive Eisheilige gut zu überstehen. Vom 28. April bis 16.Mai wurde es kalt und regnerisch und es gab einige Nächte mit Frost. Zwar ermöglichten die wenigen Sonnenstunden kaum Flüge und die in dieser Zeit blühenden Pflanzen konnten kaum besucht werden. Aber der Honigvorrat und die aufgezwungene Pause ließen die Völker weiter erstarken. Die Schwarmstimmung stieg stark an und wohl oder übel mussten die Bienenvölker auch bei 10°C und Regen regelmäßig kontrolliert werden, um ein Abschwärmen am ersten schönen Tag zu verhindern.
Auch der Regen war eine Wohltat für die Pflanzen. So war die ab 17. Mai wieder einsetzende Wärme, die vorhandene Feuchtigkeit und die zum Bersten mit Bienen gefüllten Bienenkisten die perfekte Mischung, um in den restlichen Tagen der Frühtracht bis Anfang Juni eine Traumernte mit rekordverdächtigen Tageszunahmen einzufahren. Die Ernte der Frühlingsblüte und des Bio-Rapses waren entsprechend überdurchschnittlich.
Überraschenderweise galt das auch für die von Frost und Trockenheit gebeutelte Robinienblüte. Trotz ungünstiger Voraussetzungen und geringen Blütenbesatz war auch hier die Ernte sehr gut.
Im Anschluss begann rund um Steinsdorf der Wald zu „honigen“. Die für diese Gegend eher ungewöhnliche Tracht hielt nicht sehr lange an und entwickelte sich leider erneut zu einer Melizitosetracht. Diesen schon in den Waben kandierenden und daher für Bienen und Imker eher ungeeigneten Honig bekommen wir jetzt immer öfter. Er verursacht sehr viel Arbeit.
Sobald die Melizitose erkannt war, brachte ich die Völker, die davon betroffen waren, in andere Gegenden mit Sonnenblume und Buchweizen.
Während die Ernte in der Sonnenblume noch ungewöhnlich gut war, konnte im deutlich von der Hitze und Trockenheit gezeichneten Buchweizen nur noch sehr wenig geerntet werden.
Von Vorteil war der heiße Sommer vor allem für die Königinnenvermehrung und Bildung neuer Völker. Hier klappte alles sehr gut und sehr schöne neue Völker und junge Königinnen konnten erzeugt werden.
Erneut blicke ich auf eine lange und heiße Saison zurück.
Durch viele günstige Fügungen und gute Vorarbeit in 2018 wurde die 13. Saison meiner Imkerei mit 30% mehr geerntetem Honig als in den Vorjahren unerwartet zur besten Saison, seit ich imkere.
Ich bin dankbar dafür und freue mich wie immer auf den Winter und die nächste Saison!

Bioland-Imkerei

Ronny Kern
Steinsdorf 51
07570 Weida

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